Sven Brandhorst | blog. politik. minden.

privates und politisches

Die Wählergemeinschaft reboot2014

Das Thema Wählergemeinschaft gehen wir sehr vorsichtig an. Wie wir es immer wieder erwähnen, werden wir als parteilose Kandidaten für den Mindener Rat antreten. Das Kommunalwahlrecht in NRW bevorzugt Listen deutlich, so dass wir uns gezwungen sehen eine Vereinigung zu gründen und so eine Liste ins Rennen schicken zu können. Warum, möchte ich an dieser Stelle erläutern.

Abseits von Parteigeplänkel und den in Minden so tief verwurzelten Seilschaften muss es endlich eine neue politische Kraft geben, die mit nachhaltiger Politik die Zukunft der Stadt bewahrt. Wir verstehen uns nicht als Retter, das wäre zu dick aufgetragen. Jedoch öffnen wir nur unsere Augen und sehen, was alles falsch läuft. Wir sprechen viel mit Bekannten, Verwandten, Nachbarn und Kontakten in sozialen Netzwerken, wie Facebook und Twitter und ziehen aus diesen Gesprächen unsere Schlüsse. Die vorhandenen alternativen Strukturen sind in unseren Augen auch keine wirkliche Wahlalternative. So hängt die MI förmlich der SPD an den Lippen und die BBM schwebt irgendwo zwischen Profillosigkeit und innerer Uneinigkeit. Was übrig bleibt ist der altbekannte Moloch, der die Stadt dort hin geführt hat, wo sie sich jetzt befindet.Dem setzen wir unseren reboot2014 entgegen. Eine lose Vereinigung von interessierten und engagierten Bürgern, die größtes Interesse daran haben, dass Minden auch in 10, 20 und noch mehr Jahren lebens-, sowie liebenswert ist. Den ursprüngliche Plan, ohne jeglichen Zusammenschluss per Einzelbewerbungen in den Rat zu kommen, müssen wir leider aufgeben. Das Wahlrecht lässt uns hier leider keine andere Möglichkeit.

Wir streben zwar ein deutliches Wahlergebnis an, dass es in Minden in der Form mit einer neuen Bewegung noch nicht gegeben hat. Wir sind aber so realistisch, dass wir nicht glauben auch nur einen Wahlbezirk direkt zu gewinnen. Dies würde bedeuten, dass wir je Bezirk ein Ergebnis zwischen 30 und 40% einfahren müssten. So schön dies auch wäre, so wird das eher nicht geschehen. Aber gehen wir mal von einer hypothetischen Zahl von 10% aus. Wenn unsere Köpfe im Schnitt 10% der Stimmen erhalten, so haben wir zwar ein schönes Ergebnis erreicht, können unsere Wähler allerdings nicht im Rat vertreten. Stellen wir gleichzeitig eine Liste auf dürften wir uns bei 10% auf 5-6 Sitze freuen und unsere Wähler adäquat vertreten.

Du siehst also, dass die Wählervereinigung durchaus sinnvoll ist. Außerdem erleichtert dies neue, noch unbedarfte Kandidaten zur Ratswahl anzutreten, wenn eine Gruppierung ähnlich Denkender existiert. Was wir von vornherein ausschließen sind typische Parteispielchen wie Fraktionszwang oder Vorabbesprechungen zu zur Abstimmung stehenden Themen. Jeder Kandidat und spätere Ratsherr entscheidet ganz frei nach persönlichem Wissen und Gewissen, also so, wie es per Gesetz gefordert wird. Leider muss man die aktuellen Ratsherren und -frauen immer wieder daran erinnern. Unsere Arbeit wird bis ins Detail protokolliert und ins Internet gestellt, so dass alle Bürger sehen können, was wir eigentlich machen. Zusätzlich vermeiden wir dadurch die Kritik wir könnten ja auch anders machen, als wir es vorher gesagt haben. Ich nutze mal die Floskel “Wort halten”, das kann man bei uns wörtlich und schriftlich nehmen.

Zusätzlich sehen wir es so, dass es keinen Sinn macht, das gemachte Kreuzchen als Geschenk anzusehen. Es ist eine Aufforderung sich an den vorher gesagten Worten messen zu lassen. Mist, klingt wieder nach Floskel und das ist es eigentlich auch. Aber: Durch unsere Transparenz kann man es in die schwarz/weiß-Schubladen einordnen. Entweder ein Thema wurde im gewünschten Sinne angegangen oder nicht. Ein “wir haben versucht es anzusprechen” wird es bei uns nicht geben. Das gab es hier schon zu oft und wo Minden steht sehen wir ja. “Wer Augen hat der schaue, wer Ohren hat der höre.”

Zum Namen kommen wir dann, wenn sich mehr ergeben hat. Ich gebe dem Ganzen den Arbeitstitel reboot2014. Zu Personen wird auch mehr folgen, wenn sich etwas ergibt. Es stehen derzeit weitere drei Personen in der Pipeline, jedoch wird dazu erst mehr kommen, wenn diese sich 100% dafür entschieden haben. So lange soll auch die Privatsphäre dieser Leute gewahrt bleiben. Wenn sich von euch jemand dazu durchringen kann, oder sich in jedweder Form an unserer Sache beteiligen möchte, wir treffen uns alle 2 Wochen Dienstags ab 20 Uhr im Hamburger Hof in Minden (Der Hof bei Google Maps). Das nächste Treffen findet am 26.07.2011 statt.

Kategorie: reboot2014
  • Harland Bookout sagt:

    Irgendwie funktioniert die Kommentarfunktion hier nicht richtig.

    • Sven Brandhorst sagt:

      Schreib mir mal bitte eine Mail, was da nicht funktioniert. Bisher konnte jeder ohne Probleme kommentieren.

  • Detlef Müller sagt:

    Hi Sven,
    Eine gute Idee .. habe mir erlaubt, den Feed bei mir über Webseite und Twitter laufen zu lassen.
    Vielleicht komme ich ja mal zum Treffen. Aber im Mom hat ‘Soziales Dorf’ Vorrang.

    Gruß
    Detlef

    • Sven Brandhorst sagt:

      Hallo Detlef,
      schön dies von dir zu lesen. Ich würde mich freuen dich irgendwann mal zu einem unserer Treffen begrüßen zu dürfen. Immer Dienstags ab 20 Uhr im Hamburger Hof.

      Gruß,
      Sven

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